Macht und Einfluss der Medien in Deutschland

Macht und Einfluss der Medien in Deutschland

von Christian Klenk

Mehr als zehn Stunden am Tag nutzt ein Mensch in Deutschland heutzutage durchschnittlich die Medien – von den gedruckten Zeitungen, Zeitschriften und Büchern über Rundfunk und Tonträger bis hin zum Internet. Zehn Stunden am Tag bedeuten für einen Mann bei der heute statistischen Lebenserwartung, dass er 32 Jahre seines Daseins nur für die Medienrezeption aufwendet. Frauen haben noch zwei Jahre länger dieses Vergnügen. Freilich muss man bedenken: Es gibt die Vielseher, bei denen die Flimmerkiste den ganzen Tag läuft, und es gibt Menschen, die einen maßvollen Medienkonsum gelernt haben. Außerdem wird die Zeitung während des Frühstücks gelesen, die Fernsehnachrichten umrahmen das Abendessen, beim Lesen eines Buches läuft zugleich der CD-Spieler, und das Radio dient bei der Autofahrt als Geräuschkulisse – ohne diese Parallelnutzung müsste ein Tag schon längst mehr als 24 Stunden dauern.

Massenmedien haben die Macht über unseren Alltag ergriffen: Medien werden quer durch alle Altersklassen, Bildungsschichten und sozialen Milieus genutzt, wenngleich es Unterschiede insbesondere bei der inhaltlichen Schwerpunktsetzung gibt. Die Dauer des Medienkonsums nimmt bislang stetig zu – vor zwanzig Jahren waren es im Bevölkerungsdurchschnitt täglich nur gut sechs Stunden. Die Medien strukturieren unseren Alltag: Zur „Tagesschau“ wird abends pünktlich um Acht der Fernseher eingeschaltet, der frühe Abend ist für „Verbotene Liebe“ reserviert, der Sonntagabend gehört dem „Tatort“. Und schließlich greifen die Medien aktiv ins gesellschaftliche Leben ein: Sie verschaffen den politischen Kräften eine Möglichkeit, ihre Standpunkte zu vertreten, sie helfen bei der Suche nach Kriminellen, sie sammeln Spenden bei humanitären Katastrophen und überprüfen die Leistungen von Hotels und Handwerkern. Die Medien beeinflussen unsere Wahrnehmung der Realität. „Was wir über die Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir von den Medien“, schreibt der Philosoph und Soziologe Niklas Luhmann.

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